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  16.08.2019

 

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Woher der Name “PON von der Bismarckwarte”?   

 

Hier ein paar geschichtliche Daten über dieses alte und neue Wahrzeichen Brandenburgs.

Egal, aus welcher Himmelsrichtung man sich der Stadt Brandenburg nähert, immer sieht man zuerst den Marienberg schon von Weitem. Er bewacht seit uralten Zeiten den wichtigen Havelübergang, weshalb der erste Schritt der mittelalterlichen deutschen Ostkolonisation den deutschen König Heinrich I. zwangsläufig im Winter 928/29 an diesen Ort führte. Durch die Eroberung der "Brendanburg" tritt der Name unserer Heimatstadt, die dann einem der wichtigsten deutschen Länder diesen Namen gegeben hat, in das Licht der Geschichte.  

 

Ist schon eine Nutzung des Marienberges durch die Germanen für religiöse Zwecke wahrscheinlich, so spricht die Errichtung der Marienkirche auf dem Berg im 13. Jahrhundert dafür, dass dieser besondere Ort, an dem die Slawen ihrem Götzen Triglaff gehuldigt haben sollen, durch diesen Kirchenbau weit ins Land hinein erkennbar christianisiert werden sollte. Im Zuge der Reformation zur Ruine geworden, ließ der Soldatenkönig die Kirche schließlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts abbrechen. Bausteine davon sollen beim Bau des Frey‑Hauses in der Ritterstraße ‑jetzt Museum ‑ und beim Bau eines Millitärwaisenhauses in Potsdam verwendet worden sein. Die älteste Abbildung des Marienberges von 1582 zeigt das herrliche Bauwerk ebenso schön wie das älteste Gemälde der Stadt von 1590 und zwei Modelle im Museum im Frey- Haus.  

 
Ist schon eine Nutzung des Marienberges durch die Germanen für religiöse Zwecke wahrscheinlich, so spricht die Errichtung der Marienkirche auf dem Berg im 13. Jahrhundert dafür, dass dieser besondere Ort, an dem die Slawen ihrem Götzen Triglaff gehuldigt haben sollen, durch diesen Kirchenbau weit ins Land hinein erkennbar christianisiert werden sollte.

 

Im Zuge der Reformation zur Ruine geworden, ließ der Soldatenkönig die Kirche schließlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts abbrechen. Bausteine davon sollen beim Bau des Frey‑Hauses in der Ritterstraße ‑jetzt Museum ‑ und beim Bau eines Millitärwaisenhauses in Potsdam verwendet worden sein. Die älteste Abbildung des Marienberges von 1582 zeigt das herrliche Bauwerk ebenso schön wie das älteste Gemälde der Stadt von 1590 und zwei Modelle im Museum im Frey- Haus.  

 

Nachdem im 16.Jahrhundert sogar einmal Wein auf dem Marienberg angebaut worden ist, wird der Berg erst wieder im 19. Jahrhundert in das Stadtleben einbezogen. Die Errichtung eines Gefallenen- Ehrenmales in Form eines Turmes im Jahre 188o für die Gefallenen der Kurmark in den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 bringt zumindest zeitweise Leben auf den Berg, was schließlich um die Jahrhundertwende Pläne zur Errichtung einer Ausflugsgaststätte und der Bismarckwarte entstehen ließ.

Gerne besuchten die Brandenburger und ihre Gäste in großer Zahl seitdem den Marienberg und genossen - neben Speis´ und Trank - die einmalige Rundumsicht auf die Stadt und das Havelland.

 

Natürlich sind die Katastrophen des 20. Jahrhunderts nicht spurlos am Marienberg vorübergegangen. Wurde das Gefallenen ‑ Ehrenmal durch Kriegseinwirkungen im letzten Kriegsjahr zerstört und nachher abgetragen, musste die Bismarckwarte durch Entfernen aller Inschriften und der Porträtbüste des Reichsgründers und deren Ersatz durch eine Friedenstaube eine durch die neugegründete FDJ 1946 ideologisch begründete Umbennung in "Friedenswarte" über sich ergehen lassen. 

 

Da die Brandenburger jedoch weiterhin das Bauwerk beim alten Namen benannten, wurde sie am 22. März 1974 gesprengt und durch einen noch heute stehenden modernen Aussichtsturm ersetzt. Diese Aktion stand im Zusammenhang mit Planungen für das gesamte Marienberg‑Areal, die u.a. am Nordhang unterhalb der Gedenkstätte für die im Zuchthaus Brandenburg von den Nationalsozialisten Ermordeten ein Mausoleum für Erich Honecker vorsahen.

 

Dazu wurden auch die Grabkreuze auf dem nahebei liegenden Friedhof der Wehrmachtssoldaten und Angehörigen des Volkssturms und der Hitlerjugend entfernt, die im Brandenburger Krankenhaus und bei den Kämpfen im April 1945 getötet worden waren. Der weitere Verlauf der Geschichte hat diese Planungen nicht zur Ausführung gelangen lassen und man könnte darüber nachdenken, ob dieses Gedenkareal nicht durch Gedenkstätten für alle Opfergruppen des 20. Jahrhunderts ergänzt werden sollte.
 

Im Jahr 2001 kamen, nur zufällig zum Kulturland‑Programm "Preußenjahr" passend, bei Straßenbauarbeiten am Wiesenweg

Teile der 1946 zerstörten Denkmäler wieder zum Vorschein. Diese waren offensichtlich zur Wegebefestigung dort eingebracht worden und sind deshalb erhalten geblieben. Ein Inschriftenstein vom rückwärtigen Eingang der Bismarckwarte, ein Seitenstein vom Denkmal Friedrichs II. des Großen vom Nicolaiplatz und ein Inschriftenstein eines Gefallenen‑Ehrenmals konnten geborgen werden und sind  im Garten des Museums im Frey‑Haus zu besichtigen.

 

Es ist jedoch beabsichtigt, diese Denkmalreste in geeigneter Art und Weise auf dem Marienberg ‑ ergänzt um eine entsprechende die historischen Zusammenhänge erläuternde Beschilderung ‑ der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.